Wie pflegt man sein Surfboard, um seine Lebensdauer zu verlängern?

Die Pflege eines Surfboards ist ein unverzichtbares Thema für alle Surferinnen und Surfer – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene.
Ein gut gepflegtes Board gleitet besser, hält länger und sorgt für ein besseres Surfgefühl.
In diesem praxisnahen Guide erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du dein Surfboard richtig pflegst – mit Tipps, die sich vor, während und nach jeder Surfsession leicht umsetzen lassen. Egal, ob du die Wellen von Lacanau surfst oder woanders:
Dieser Leitfaden hilft dir, die Lebensdauer deiner Surf-Ausrüstung zu verlängern, häufige Schäden zu vermeiden und dein Board in bestem Zustand zu halten.

Warum ist die Pflege deines Surfboards unverzichtbar?

Das Board ist vielen natürlichen Belastungen ausgesetzt:

  • Salzwasser schwächt das Harz und kann bei Rissen in den Schaum eindringen,
  • Sand verursacht Mikrokratzer, die die Oberfläche vorzeitig abnutzen,
  • UV-Strahlen der Sonne beschädigen die schützende Harzschicht,

Ohne regelmäßige Pflege verliert das Board schnell an Performance, Sicherheit und Haltbarkeit. Ein gepflegtes Board kann bis zu dreimal länger halten als ein vernachlässigtes.

Entdecke unseren Artikel Wie du dein erstes Surfboard wählst, ohne dich zu vertun

 

1. Regelmäßige Reinigung: das Board sauber halten

Eine gründliche Reinigung nach jeder Session ist der wichtigste Reflex. So gehst du vor:

  • Spüle dein Board direkt nach der Session gründlich mit Süßwasser ab, um Salz, Sand und Mikroalgen zu entfernen.
  • Verwende ein weiches Tuch oder einen nicht scheuernden Schwamm, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.
  • Vermeide klassische Haushaltsreiniger, da sie oft zu aggressiv sind. Nutze lieber einen milden Reiniger oder einfach
    lauwarmes Seifenwasser.
  • Trockne dein Board im Schatten an einem gut belüfteten Ort, um eine Überhitzung des Harzes zu vermeiden.
  • Alle 5 bis 10 Sessions empfiehlt sich eine gründlichere Reinigung: Entferne das Wachs und trage anschließend eine frische
    Schicht auf.

2. Wachs: Auftragen und Erneuern

Wachs ist unverzichtbar, damit du nicht abrutschst. Wenn es jedoch schlecht gepflegt ist, wird es ineffektiv und sogar
tückisch.
So gehst du sinnvoll damit um:

  • Prüfe vor jeder Session, ob das Wachs noch ausreichend Grip bietet.
  • Wähle ein Wachs passend zur Wassertemperatur (warm, temperiert oder kalt). Ein entscheidendes Detail!
  • Entferne altes Wachs alle 5 bis 10 Sessions oder sobald es glatt wird:
  • lege das Board ein paar Minuten in die Sonne,
  • kratze das Wachs mit einem Wax-Kamm oder einer Plastikkarte ab,
  • entferne Rückstände mit einem Tuch oder einem speziellen Reiniger.

Trage eine dünne Base-Coat-Schicht auf (optional, aber empfohlen), danach das Oberflächenwachs.
Gut aufgetragenes Wachs verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern auch dein Fahrgefühl.

3. Dellen und Risse schnell reparieren

Stöße lassen sich kaum vermeiden – problematisch sind vor allem unbehandelte Risse.

Achte auf diese Warnsignale:

  • sichtbare Risse, Luftblasen unter dem Harz,
  • Delamination (Ablösung zwischen Harz und Schaum),
  • weiche oder schwammige Druckstellen.

Was tun?

  • Kleine Risse: verwende ein UV-Reparaturkit oder Epoxidharz.
  • Tiefere Dellen: schleifen, Harz auftragen, aushärten lassen, danach erneut schleifen.
  • Schwere Schäden oder unsicher? Kontaktiere einen Profi.

Verschiebe Reparaturen nie: Das erhöht die Kosten und das Risiko eines Bruchs.

4. Das Board vor Sonne und Hitze schützen

UV-Strahlen sind echte Feinde deines Boards: Sie machen das Harz spröde, vergilben die Oberfläche und können sogar Blasen
verursachen.

Gute Schutzmaßnahmen:

  • Lass dein Board niemals in einem geschlossenen Auto – auch nicht für ein paar Minuten.
  • Nutze eine Thermo-Boardbag (idealerweise silberfarben), um es vor direkter Sonne zu schützen.
  • Lagere das Board am Strand im Schatten oder decke es mit einem dicken Handtuch ab.
  • Vermeide starke Temperaturschwankungen – sie erzeugen Spannungen in der Glasfaser.

Im Sommer kann ein Board in der Sonne an der Oberfläche bis zu 60°C erreichen – mehr als genug, um das Harz zu beschädigen.

5. Lagerung: ein oft unterschätzter Schritt

Gute Lagerung kann die Lebensdauer deines Boards um mehrere Jahre verlängern.

Kurzfristig:

  • lege das Board flach hin oder auf einen weichen Rack,
  • lege nichts darauf – erst recht keine schweren Gegenstände,
  • meide feuchte oder überhitzte Orte.

Langfristig:

  • reinige und trockne das Board vollständig,
  • entferne das Wachs,
  • verstaue es in einer atmungsaktiven Hülle,
  • lagere es horizontal oder auf der Rail – niemals ohne Stütze senkrecht.

Schlechte Lagerung ist die häufigste Ursache für Mikro-Risse, wie Reparaturwerkstätten berichten.

6. Vor und nach jeder Session: die richtigen Reflexe

Einfache Handgriffe, die du dir angewöhnen solltest:

Vor dem Surfen:

  • prüfe dein Board (Risse, Wachs, Finnen),
  • kontrolliere die Finnen und ihre Befestigung,
  • passe das Wachs an die aktuelle Wassertemperatur an.

Nach der Session:

  • mit Süßwasser abspülen,
  • im Schatten trocknen,
  • neue Dellen oder Schäden prüfen,
  • an einem gut belüfteten Ort verstauen.

Diese Gewohnheiten reduzieren Schäden und erhalten die Performance deiner Ausrüstung.

Pflege: ein echter Performance-Faktor

Es geht nicht nur um Langlebigkeit. Ein sauberes, gut gewachstes und rissfreies Board bietet:

  • besseren Grip auf der Welle,
  • präzisere Reaktionen unter den Füßen,
  • weniger hydrodynamische Störungen,
  • schnellere Fortschritte für Surferinnen und Surfer.

Die Coaches von Ocean-Ride in Lacanau beobachten es: Wer gutes Material hat, macht oft doppelt so schnell Fortschritte.

Sein Surfboard zu pflegen ist zugleich einfach und essenziell. Mit einer Reinigungsroutine, rechtzeitigen Reparaturen, Schutz vor Sonne und korrekter Lagerung verlängerst du die Lebensdauer – und verbesserst zugleich dein Gefühl im Wasser.

Ocean-Ride, Surfschule in Lacanau, unterstützt dich auch dabei, dein Material richtig in die Hand zu nehmen, und gibt dir auf jedem Level individuelle Tipps.

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FAQ – Häufige Fragen zur Surfboard-Pflege

1. Wie oft sollte ich mein Board reinigen?

Idealerweise nach jeder Session. Salzwasser und Sand sollten sofort abgespült werden. Eine gründlichere Reinigung (Entfetten, Wachs entfernen) kann je nach Intensität deiner Nutzung alle 5 bis 10 Sessions erfolgen.

2. Kann ich Haushaltsreiniger verwenden?

Es wird nicht empfohlen, klassische Haushaltsprodukte wie Spülmittel oder Entfetter zu benutzen. Sie sind oft zu abrasiv und können das Harz angreifen oder fettige Rückstände hinterlassen. Besser sind:

ein spezieller Surfboard-Reiniger oder

lauwarmes Wasser mit einem Tropfen milder Seife (pH-neutral).

3. Wie repariere ich einen kleinen Riss?

Wenn der Riss oberflächlich ist, kannst du ein Schnellreparatur-Set (UV-Harz) verwenden. Dazu:

die Stelle leicht anschleifen,

das Harz auftragen,

in der Sonne oder unter einer UV-Lampe aushärten lassen,

erneut schleifen, um die Oberfläche zu glätten.
Achtung: Wenn der innere Schaum sichtbar oder feucht ist, wende dich an einen Profi.

4. Muss ich das Wachs entfernen, bevor ich das Board lange lagere?

Ja, unbedingt. Wachs bindet Schmutz, Salzrückstände und Feuchtigkeit. Für eine langfristige Lagerung solltest du:

das gesamte Wachs mit einem Schaber entfernen,

Rückstände reinigen,

das Board gut trocknen lassen, bevor du es in eine atmungsaktive Hülle packst.
So vermeidest du Schimmelbildung oder hartnäckige Flecken.